10.
Juni
2010
Alle Jahre wieder...

Der Sommer kann kommen:

Meine geliebten Eulenaugen sind wieder da, von denen ich seit vergangenem November weiß, dass sie Arisaema ringens heißen.

10. Juni 2010, 18:06
08.
Juni
2010
Uneben leben
Mit einer Handbreit Träume unterm Kiel manchmal auch den Bach hinunter, der wider alle Unkenrufe noch immer irgendwann in Fluss geriet. Das nenn ich dankbar Leben.
8. Juni 2010, 07:56
07.
Juni
2010
Knäuel
Bevor mir das Thema Sprache-Denken zu einem unentwirrbaren Knäuel geworden ist, sei wenigstens eines der Fadenenden hier verzurrt: Lera Boroditsky, How does our language shape the way we think? (in diesem Jahr auch im deutschen Blätterwald vertreten und so, etwas verkürzt, in deutscher Sprache zu finden: Wie prägt die Sprache unser Denken?).
Sie fragt ihre Studenten gern, auf welche ihrer kognitiven Fähigkeiten sie am ehesten verzichten könnten, wenn sie es denn müssten – das Sehen, auch Hören stehen in deren Antworten vornan. An die Fähigkeit zur Kommunikation denkt man vielleicht nicht zuerst. Aber, so katastrophal und schmerzlich sich der Verlust eines unserer Sinne auf unser alltägliches Leben auswirken würde, was wären wir ohne unsere Möglichkeit, Empfundnes und Gedachtes in einer Sprache zu kommunizieren!
Dass unsre Sprache einen erheblichen Einfluss hat auf unser Denken (wie weit auch immer wir diesen Begriff fassen mögen), steht für mich fest, intuitiv und aus alltäglichem Beobachten. Aber unter Linguisten und Philosophen ist das ein weites (Schlacht-)Feld, weshalb mich dieses Thema erst recht interessiert, natürlich.
7. Juni 2010, 07:27
06.
Juni
2010
Nah
Bist nahe mir und manchmal doch so fern
Gehn manchmal wir auf so verschiednen Wegen
Als würden nie wir selbe Träume hegen
Als lebten wir auf ganz verschiednem Stern
Wenn wir einander sternenferne wärn
Nicht wüssten um die Zweisamkeit im Regen
Seit dem wir füreinander Liebe hegen
So hätte ich das Morgen nicht mehr gern
Drum nahe ich Dir neu an allen Tagen
Seit ich zum ersten Mal Dich wirklich sah
Und lasse mich von meiner Liebe tragen
Und bin ich gerne immer für Dich da
Und will ich darum Dir auf Neue sagen
Bleib Du, Geliebte, mir für immer nah
6. Juni 2010, 00:31
31.
Mai
2010
Anatevka
‘Gebt uns auf dem Theater und im Film den Zerrspiegel unseres Lebens, dieses Lebens, des heutigen Lebens – und wir würden in einem Lachkabinett sitzen, in dem wir nicht immer genau wissen, was für Tränen es sind, die uns da aus den Augen kullern.’ – so forderte Tucholsky. Ich finde, diese Zeilen passen zur Anatevka-Inszenierung, die derzeit im Dresdner Schauspielhaus zu er-leben ist, von Heidi Leutgöb und Hannes Muik gelenkt, in einer wunderbar bespielbaren Kulisse von Renate Schuler. Eine ganze Familie professioneller Wegbegleiter hat uns Amateuren den Weg gebahnt. Auf jene Bretter, die die Welt bedeuten – eine Behauptung, deren Zustandekommen ich angesichts des gelebten Glücks der vergangenen Wochen und der Vorfreude auf alle kommenden Vorstellungen gut nachvollziehen kann. Bleibt nur dies Wort zu sagen, ein glücksfederleichtes, bedeutungstonnenschweres Danke!
31. Mai 2010, 08:38



