27.
Juli
2011
Vorratsdaten...
Weil der Ruf nach Vorratsdatenspeicherung wieder einmal besonders laut geäußert wird, sei an das mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Projekt der ZEIT erinnert, Verräterisches Handy.
Wie angreifbar zentral gehäufte Daten sind, das war in den vergangenen Monaten mit großer Regelmäßigkeit zu erleben. Die Daten der Vorratsdatenspeicherung sind eine Goldgrube für die organisierte Kriminalität.
Der einfache Ausweg: Datenvermeidung. Endlich die immer aufs Neue aufgewärmte, unsägliche Vorratsdatenspeicherung entsorgen.
So wiedererkennbar wir uns längst gemacht haben im Internet (siehe Identifikationismus, der Test der EFF funktioniert noch), das obliegt der Entscheidung jedes Einzelnen.
Wo ist die Grenze? Was kommt nach der Vorratsdatenspeicherung auch unserer Internet-Verbindungen? Natürlich, die automatisierte Risikobewertung der Inhalte. Da kann ich mal nur hoffen, dass die Programmierer solcher Mechanismen cleverer sind als bisherige Software- und Sicherheits-“Experten” in öffentlichen Diensten. Oder lieber doch nicht? Denn Gnade dem, der bei geringer Fehlerquote unschuldig in die Mühlen gerät, das kann schon bei klassischer Rechtsprechung mit ihrer “umständlichen” Wahrheitssuche gewaltig ins Auge gehen, was erst, wenn einem so ein Bewertungssystem einen Risiko-Stempel verpasst?
27. Juli 2011, 22:42



