Leonardos Fahrrad? jörns notizen

24.
Januar
2025

Lange her …

Die Zeit rast. Mein letzter Eintrag war vor fast ZEHN Jahren. Schwer zu fassen.

Aber diese Seiten werden, von »diesem« Eintrag abgesehen, keinen neueren mehr sehen. Denn nach so langer Zeit kann ich nicht nahtlos an meine alte Blog-Tradition anschließen.

Zwischenzeitlich bin ich gelegentlich auf Insta gelandet, man findet mich da als @in.zeilen.weilen.

Aber es macht immer weniger Spaß dort. Insta macht einem das Leben schwer, wenn man nicht alles via App machen möchte. Einmal ging auch ein ganzer Account verloren. Und, sympto­matisch für den Umgang mit ihren Nutzern:

Quadratisch war das Markenzeichen von Insta. Ursprünglich konnte man nur quadratische Bilder hochladen. Diese Beschränkung hatte ich gemocht – alle meine Bilder auf Insta sind bewusst auf dieses Format zugeschnitten. Ich hab gern mit diesem etwas aus der Zeit gefallenen Format gespielt.

Nun haben sie ihre Thumbnail-Vorschau über Nacht auf ein vertikaleres Format umgestellt, 4:5. Ich frage nicht, warum sie nicht gleich zu 9:16 gewechselt sind. Ist wahrscheinlich als Kompromiss gedacht, in der extrem unbedarften Annahme, dass da im Durchschnitt weniger relevante Inhalte abgeschnitten werden müssen. Ist natürlich Quatsch. Für alle alten Beiträge erfolgt dieser Eingriff automatisch. Das kann nur schiefgehen.

Und wieder einmal frage ich mich: warum gibt es unter den Programmierern von heute keine Designer mehr?

Über Geschmack möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren – aber, was ich überhaupt nicht zu begreifen vermag: wie kann man eine so tiefgreifende Änderung einführen, ohne zugleich die Möglichkeit einzubauen, per Einstellung wieder zum alten 1:1-Grid zu wechseln?

Irgendwann läuft jedes Fass mal über – ich werde demnächst zweigleisig fahren und zumindest parallel zu Insta ein Blog mit allen meinen dortigen Beiträgen starten. Und wenn ich dabei aus der strengen Form gelegentlich ausbrechen werde, dann eher mit mehr Text (als 2200 Zeichen) denn mit nicht quadratischen Bildchen.

Und für die Vernetzung und Sichtbarkeit muss und wird es andere Lösungen geben. Dezentrale, freie. Wir sollten uns nicht länger abhängig machen von Meinungsmonopolisten, die je nach aktueller Windrichtung jedem nächsten Clown in den Verdauungstrakt springen.

Das tangiert übrigens einen Punkt, den ich mir auf meinem Insta-Account zum Ziel erkoren hatte: nicht länger zum Zyniker zu verbittern. Wäre doch gelacht, wenn der Mensch gebliebene Teil der Menschheit das nicht gemeinsam hinbekommt … jaha, ich weiß, ich komme nur sehr schwer los vom Zynismus.

Wo es also blogtechnisch weitergehen wird, das verlinke ich demnächst »hier«.

24. Januar 2025, 23:29