Sprache macht es möglich, dass wir Münchausen gleich aus unserem Gedankensumpf entkommen - um in babylonischer Vielfalt zu landen… »
21.
August
2010
Zeiten

Am Farbenwechsel der Hortensien gemessen wird das Vergehen schön; alle Zeiten haben ihre Farbe, jede Lebensfarbe ihre Zeit.
21. August 2010, 22:11
05.
Juli
2010
Der alte Telegrafenmast...

Der alte Telegrafenmast schien noch zu wissen von den Zeiten, da Botschaft einen Boten brauchte, nicht Nachricht wichtiger als Vorsicht schien. Das Sinnen über Zeit im Laufrad ließ mich den alten Telegrafenmasten wiederfinden, ich hatte dabei Zeit und Zeiten so sehr in meinem Sinn, dass mir entfiel, was dieser alte Telegrafenmast in Wahrheit war. Nix Telegrafen, nix Kommunikation, nix als ein Mast für Strom.
5. Juli 2010, 06:41
02.
Juli
2010
Wortlos
Wortlos bloß, bar jeder Rede – im Augenblick versanden unverstanden wir, gedenken nicht und danken nicht, denken das selbe Nichts, das lähmende Ein-jeder-seins. Die Sonne kümmerts nicht; ists doch nur unsre Zeit, die da verrinnt.
2. Juli 2010, 07:19
08.
Juni
2010
Uneben leben
Mit einer Handbreit Träume unterm Kiel manchmal auch den Bach hinunter, der wider alle Unkenrufe noch immer irgendwann in Fluss geriet. Das nenn ich dankbar Leben.
8. Juni 2010, 07:56
07.
Juni
2010
Knäuel
Bevor mir das Thema Sprache-Denken zu einem unentwirrbaren Knäuel geworden ist, sei wenigstens eines der Fadenenden hier verzurrt: Lera Boroditsky, How does our language shape the way we think? (in diesem Jahr auch im deutschen Blätterwald vertreten und so, etwas verkürzt, in deutscher Sprache zu finden: Wie prägt die Sprache unser Denken?).
Sie fragt ihre Studenten gern, auf welche ihrer kognitiven Fähigkeiten sie am ehesten verzichten könnten, wenn sie es denn müssten – das Sehen, auch Hören stehen in deren Antworten vornan. An die Fähigkeit zur Kommunikation denkt man vielleicht nicht zuerst. Aber, so katastrophal und schmerzlich sich der Verlust eines unserer Sinne auf unser alltägliches Leben auswirken würde, was wären wir ohne unsere Möglichkeit, Empfundnes und Gedachtes in einer Sprache zu kommunizieren!
Dass unsre Sprache einen erheblichen Einfluss hat auf unser Denken (wie weit auch immer wir diesen Begriff fassen mögen), steht für mich fest, intuitiv und aus alltäglichem Beobachten. Aber unter Linguisten und Philosophen ist das ein weites (Schlacht-)Feld, weshalb mich dieses Thema erst recht interessiert, natürlich.
7. Juni 2010, 07:27



