Nicht ganz dicht; immer versucht, Verse zu suchen. Nie ganz dicht, was dabei entsteht… »
18.
Januar
2007
Warten auf Schnee
Ein glitzerndes, tröstliches Wintergedicht wünschtest Du Dir, welches den Schmutz der Stadt an Winterweißes Stelle freundlich hüllt. Du schriebst…
Ich kann die Elbe fließen sehen. Ein einsamer Spaziergänger mit einem Schirm läuft am Ufer entlang. Die Natur, sie wirkt, als warte sie auf Schnee.
Du weißt, in meinen Ohren sind Deine Worte ein Gedicht, und jedes weitre Wort nur ihre Schönheit bricht.
18. Januar 2007, 08:19
17.
Januar
2007
Zeit
Du Unscheinbare, unablässig rinnend. Lässt dich nicht mindern und nicht mehren, bist Konstante in Bewegung, will Dich fassen, doch dann wirst du mir ein reißend Strom.
17. Januar 2007, 08:44
09.
Januar
2007
nicht ganz dicht
es ist gewiss nicht alles dicht, was ich da dichte
und sehe ichs bei tageslichte: auch ich bins nicht
9. Januar 2007, 07:26
09.
Januar
2007
igel oder hase sein
ich wollt, ich könnte mich verdoppeln
müsst nicht mehr länger hastig hoppeln
ich stünd an allen furchenenden
so würde sich mein leben wenden
ich wäre allseits schon allhie
es gäb zu fallen keine chance
und – wege säh ich dabei nie
ich such doch lieber die balance
9. Januar 2007, 07:25
08.
Januar
2007
sonett so nett
gehobner stimme, zart wie samt
sprachst du zu mir: ach, sei so nett
und bring mir ein sonett ans bett
das frisch aus deiner feder stammt
so schrieb ich los, du hast es gleich gelesen
und riefst, kaum hattest du die ersten zeilen
ich solle bitte nicht so lang verweilen
und sei, nur nebenbei, zu kurz gewesen
nun hub ich an, mich knittelnd zu bemühen
von acht auf elf der silben zahl zu blähen
nur so kommt ein sonett so nett zum blühen
und – würze in der kürze noch zu sehen
zumal mit dir und dazu in der frühen
darauf wollt ich nun wirklich nicht bestehen
8. Januar 2007, 07:55



